«

»

Nov 18 2012

Der Mythos Atlantis

Gab es Atlantis wirklich und wo lag es?

Gesüdete Fantasiekarte von Atlantis aus Athanasius Kirchers Mundus Subterraneus von 1665 - Bildquelle: Public DomainObwohl es nicht einmal klar ist, ob es die sagenumwobene Insel Atlantis überhaupt gab, fasziniert der Mythos um diesen Kontinent die Menschen immer noch. Archäologen betrachten die Mythen um den versunkenen Kontinent noch immer mit großer Skepsis.
Atlantis wurde nicht nur im atlantischen Ozean vermutet, sondern auch mit dem Mittelmeer, der Nord- und Ostsee, dem südamerikanischen Kontinent und sogar Japan in Verbindung gebracht.Die Mehrzahl jener Forscher die sich mit dem Altertum beschäftigen, ist jedoch der Meinung, dass es sich bei Atlantis um nichts anderes als eine schöne aber dennoch nur fiktive Geschichte über einen perfekten Staat handle, die der griechische Philosoph Plato als Warnung für seine Landsleute in seinen Atlantis-Schriften Timaios und Kritias verfasst haben soll.
Nach Überlieferungen des griechischen Philosophen Plato (427 – 347 v. Chr.) soll Atlantis einstmals eine Insel mit einer Hochkultur gewesen sein, die in ferner Vergangenheit existiert haben soll. Die Bewohner von Atlantis sollen nach Plato auch ein sorgloses, langes und glückliches Leben geführt haben. Auch der Entwicklungsstand der Insulaner gerade in Bereichen der Kunst, der Religion und der Philosophie sei sehr hoch gewesen. Doch eines Tages habe die Habgier die Bewohner von Atlantis erfasst und somit den Zorn der Götter erregt. Darauf hin sei Atlantis an einem Tag und einer Nach mit all seinen Bewohnern in den Fluten des Meeres versunken und es blieb der Nachwelt nichts als eine Legende von einem Inselkontinent, der so groß wie Libyen und Asien zusammen, gewesen sein soll.

Die Prophezeiungen des Edgar Cayce

Die zu den Bahamas gehörende Insel Bimini - Biuldquelle: Eigenes FotoBeachtung fand die Legende um Atlantis vor allem in okkulten Kreisen des Mittelalters. Den Bewohnern von Atlantis wurden magische Kräfte und zahlreiche Kenntnisse über Wundermittel zugesprochen. Diese Kenntnis über die Bewohner des Inselkontinents floss später auch in die Esoterik ein. Hierbei war immer wieder von Atlantern die rede, die angeblich spirituelle Perfektion erreicht hätten. In dieser Hinsicht ist hierbei Edgar Cayce (1877 – 1945) aus den USA zu nennen. In zahlreichen Botschaften die er in Trance empfangen haben soll, den sogenannten Readings, will er eine Menge an Informationen über den Kontinent erfahren haben. Cayce sagte in einem seiner Bücher voraus, dass 1968 und 1969 nahe der Insel Bimini, die zu der Inselgruppe der Bahamas gehört, Teile des versunkenen Inselreiches wiedergefunden würden.

Tatsächlich fanden im Jahre 1969 Robert Fero und Michael Grumley Säulen am Meeresboden vor Bimini. Das Gestein der Säulen kam jedoch in diesem Teil der Erde nicht vor.
Schon ein Jahr zuvor, im Jahre 1968 entdeckten zwei Berufspiloten, Kapitän Robert Brush und sein Co-Pilot Trigg Adams ein rechteckiges Gebilde im seichten Wasser vor Andros, der größten zu den Bahamas gehörenden Insel unweit von Bimini entfernt. Die beiden berichteten ihre Sichtung den beiden Ozeanographen Dr. J. Mason Valentine, Prof. an der University of Miami und dem Franzosen Dimitri Rebikoff. Die Struktur, welche die beiden Piloten gesichtet hatten, wurde zunächst „Tempel“ genannt. Die aus Kalkstein bestehende Struktur hatte ein Ausmaß von 34 x 20 Metern und war von Ost nach West ausgerichtet und perfekt verlegt. Von Gegnern der Prophezeiungen Cayce wurde die Entdeckung als Sammelbecken für Schwämme und Muscheln abgetan.
Am 2. September 1968 tauchte Dr. Valentine erneut vor Bimini und entdeckte ungefähr eine halbe Meile von Paradise Point auf North Bimini entfernt die „Bimini Straße“. Einer Straße aus Blöcken, mit einer Länge von 638 Metern in fünf Meter tiefen Wasser. Die Blöcke hatten alle eine glatte Oberseite. Diese „Bauwerke“ in den seichten Gewässern um die Bahamas ließen fast schon die Folgerung zu, hier eine alte Kultur, um nicht zu sagen Atlantis entdeckt zu haben. Nach der Ansicht anderer Wissenschaftler allerdings waren die intensive Sonneneinstrahlung und Kalziumkarbonat die Baumeister dieser Bauwerke.

Weitere Theorien

Die Insel Santorin im Ägäischen Meer - Bildquelle: Public Domain (NASA)Eine der wenigen noch ernsthaft diskutierten Theorien über Atlantis ist wohl jene, die von Thera, dem heutigen Santorin, handelt. Die Kykladen-Insel in der südlichen Ägäis wurde im Altertum auch Kallisti, die „Allerschönste“ genannt. Danach erst trug sie den Namen Thera und schließlich zur Zeit der Kreuzfahrer bekam die Insel ihren heutigen Namen Santorin. Vor knapp 4000 Jahren ereignete sich hier einer der gewaltigsten Vulkanausbrüche, welche die Menschheit erlebt hat. Nach Jahrhunderten der Ruhe erwachte der Vulkan etwa um das Jahr 1645 v. Chr. Und es kam zu einer verheerenden Katastrophe, wobei die dicht besiedelte blühende Insel Thera und die gesamte Umgebung verwüstet wurden.

Die damalige Gestalt der Insel, die an einen fast geschlossenen Ring erinnerte, wurde bei dieser Katastrophe völlig verändert. Seit dem damaligen Vulkanausbruch sind bis heute nur noch drei Bruchstücke von damals übrig geblieben. Der Ausbruch hatte nicht nur in unmittelbarer Nähe der Insel Spuren hinterlassen, es kam im gesamten östlichen Mittelmeerraum zu folgenschweren Katastrophen deren Auswirkungen, wie z. B. Erdbeben, Flutwellen und Aschregen in einem weit größeren Gebiet spürbar waren. Allgemein wird sogar angenommen, das durch die Auswirkungen dieser gewaltigen Naturkatastrophe die minoische Kultur auf dem nicht all zu weit entfernten Kreta unterging.
Da Plato jedoch von einer Insel die weitaus größer war als Thera spricht und der Ablauf auch zeitlich nicht so genau zusammenpasst, glaube ich persönlich nicht an einen Zusammenhang mit Atlantis.

Es gibt noch eine ganze Reihe von Theorien über Atlantis, die ich hier nicht im einzelnen aufführen möchte, weil sie mir persönlich irgendwie nicht in das Gesamtbild von Atlantis passen. Doch machen Sie sich doch hierüber ein eigenes Bild. Diese Theorien drehen sich noch um Trioja, Tantalis, Tartessos (dem biblischen Tarschisch nahe dem heutigen Cádiz in Spanien) und Helgoland in der Nordsee, um nur einige zu nennen.
 
Autor: Hans-Peter Olschewski (globalfacts.org)
Bildquellen: Public Domain, Eigenes Bild
 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Nach oben